Osterspaziergang in Stücken



„Er ist`s“ – das berühmte Frühlingsgedicht von Eduard Mörike, das 1829 entstand und den Beginn des Frühlings und das Ende des Winters mit den Worten „Frühling lässt sein blaues Band / Wieder flattern durch die Lüfte“ poetisch beschreibt, passte genau auf unseren diesjährigen Osterspaziergang. Bei blauem Himmel, ein paar dekorativen Wolken, angenehm warme Temperaturen und den ersten deutlichen Anzeichen des Frühlings konnten wir den Tag perfekt genießen.
Unser Ziel war diesmal der kleine Ort Stücken, ein Ortsteil der Gemeinde Michendorf, südwestlich von Potsdam gelegen. Das Dorf liegt im Naturpark Nuthe-Nieplitz und ist bekannt für seine ruhige, landschaftlich sehr reizvolle Lage in der Nähe des Blankensees, der zu erholsamen Naturwanderungen und interessanten Spaziergängen einlädt.
Um 14 Uhr trafen wir uns am „Landhaus zu Stücken“, einem Gasthaus mit langer Tradition seit 1905.
Aber unsere fleißigen „Osterhasen“ (Petra und Gerhard Wilms sowie Ute Senning) waren schon viel zeitiger vor Ort. Denn es galt, die Suche nach den Osternestern vorzubereiten und diese zu verstecken.
Kurz nach 14 Uhr war die Vorbereitung abgeschlossen und der Osterspaziergang konnte beginnen.
Jeder Teilnehmer durfte zunächst ein oder auch zwei mit einer Zahl von 1 bis 30 gekennzeichnetes/n Plaste-Osterei/er ziehen und musste sich die Zahl/en darauf gut merken, denn auf unserem Waldspaziergang hingen gut erkennbar an Bäumen und Sträuchern ebenfalls bunte Plaste-Ostereier, auf denen wieder eine Zahl von 1 bis 30 stand. Sofern die Zahl auf den zuvor gezogenen und dem am Baum gefundenen Ei übereinstimmt, wusste jeder, dass man nun ein in unmittelbarer Nähe verstecktes Osternest finden konnte. Alle Nester wurden entdeckt, nur auf die Nummer 30 mussten wir leider verzichten. Wahrscheinlich ist dieses Osterei vom Ast gefallen. Trotz intensiver (Nach)- Suche blieb es unentdeckt und wir konnten den Standort des letzten Nestes nicht mehr ausfindig machen. Vielleicht hat es durch Zufall doch noch jemand gefunden und glaubt nun an die Echtheit des Osterhasen.
Unsere Waldrunde dauerte ca. 1 Stunde und endete wieder am Gasthof in Stücken. Unsere kleinen Begleiter waren wie immer putzmunter und erkundeten den Wald auf ihre dackeltypische Art mit ihrer Nase und all ihren Sinnen. Dabei spielten für sie die Osternester eine eher untergeordnete Rolle.
Zum Abschluss gingen wir dann alle in den Gasthof zu Stücken. Bei einer Tasse Kaffee, einem Stück Kuchen, einem Eisbecher oder einer richtigen Mahlzeit ließen wir den Nachmittag in fröhlicher Runde und mit angenehmen Gesprächen ausklingen. Unsere kleine Dackelkompanie war nun auch müde und vor allem durstig.
Vielen Dank an die Organisatoren für die wie immer perfekte Vorbereitung. Jeder von uns hatte seinen Spaß und konnte einen unbeschwerten Nachmittag genießen.
Wir freuen uns auf unseren nächsten Spaziergang am Wannseer Forst am 16. Mai. Start ist diesmal schon um 11.30 Uhr.
Bleibt bis dahin gesund und genießt den Frühling ganz im Sinne des Gedichtes
„Frühling, ja du bist´s! Dich hab ich vernommen.“
Mit ganz vielen lieben Dackelgrüßen
Karin Rettkowski mit Frank und Karlchen
Fotos: Karin Rettkowski, Petra Wilms, Gudrun Hoch
Er ist’s
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!
Eduard Mörike (1804 – 1875)



